Wenn die Havel sich in Spandau mit der Spree vereint hat, beginnt sie, große Flussseen zu durchfließen, an deren Ufern die Menschen seit Jahrtausenden siedeln.
Diese Havelseenkette zwischen Potsdam und Brandenburg prägt weiträumig das reizvolle Havelland.
An seinen teils naturnahen Rändern mit wertvollen Sumpfwiesen und Niedermooren,
Weichholzauenresten und sandigen Höhenzügen aus der letzten Eiszeit sind viele wertvolle Pflanzen- und Tierarten zu Hause.
So sind Seeadler und Biber, Fischadler und Rohrdommel noch genauso anzutreffen wie Lungenenzian und Knabenkräuter.
Schon seit den Zeiten des Großen Kurfürsten waren die Havelseen und einige menschengemachte Kanäle die Haupttransportwege für Brenntorf und Baumaterial
wie Sand und Kies und natürlich das berühmte Obst und Gemüse für die Märkte in Potsdam, Spandau und Berlin.
Wenn die träge fließenden Seen im Winter zugefroren sind, kann man sich kilometerweit auf dem Eis bewegen und einmal die malerische Landschaft aus Hügeln,
Wäldern, Parks und Schlössern und die backsteinernen Haveldörfer von der Wasserseite her betrachten.
Literaturtipp:
Theodor Fontane:"Wanderungen durch die Mark Brandenburg"; Das Havelland.
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