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In den 1980er Jahren war Schwarzweiß richtig Mode. Zumindest war das in meinem Umfeld so.
Das ging dann oft in Richtung symbolhafte bedeutungsschwangere Fotografie mit künstlerischem Anspruch.
Bröckelnde Gebäude, abblätternder Lack, überhaupt alle Motive, die mit Verfall zu tun hatten waren beliebt.
Das spiegelt wohl auch diese Zeit wieder - der Kalte Krieg, die Mauer, Tschernobyl, das Waldsterben.
Da das fast jeder so machte, tat ich es als Halbwüchsiger natürlich genauso. In meiner Fotokiste fand ich jüngst einige Prachtexemplare dieses Genres.
Über manche meiner Bilder kann ich mich jetzt nur noch wundern. Was wollte ich damit sagen?
Ganz anders geht es mir bei jenen Fotos, die ich einfach so aus einem Gefühl heraus machte.
Da bin ich manchmal überascht, wie treffend das körnige Grau die damalige Welt festgehalten hat.
Die Schwarzweiß-Fotografie besitzt eine sehr eigene Anziehungskraft und vielleicht kehre ich eines Tages wieder zu ihr zurück.
Die wichtigste Lehre jener Zeit war für mich jedoch,
eine nicht zu mir passende Kunstfotografie sein zu lassen und einfach das zu fotografieren was mich beschäftigt - so zu fotografieren,
wie ich es empfinde.
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