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Ursprünglich hier wachsenden Laub- und Mischwäldern wurde zur Holzgewinnung und zur Schaffung von Landwirtschaftsflächen
schon zu historischen Zeiten arg zugesetzt.
So blieb kaum noch naturnaher Wald übrig. Echten Urwald gibt es in Europa heute nur noch vereinzelt im Hochgebirge.
Als dann die Landwirtschaft weniger Fläche benötigte, ging es ans Aufforsten.
Nicht nur wegen der Aussicht auf schnellen Holzertrag entstanden in Brandenburg großflächig reine Kiefernforste.
Andere Baumarten wuchsen auch kaum auf den durch Übernutzung erschöpften Sandböden.
In solch einem Stangenwald zu wandern ist natürlich keine Freude - ewig bleibt der Anblick gleich.
Die Tier- und Pflanzenwelt beschränkt sich auf wenige Arten. Forstschädlinge gedeihen jedoch trotzdem prächtig.
Immerhin sind die Forste für Luftreinhaltung, Wasserhaushalt und Erosionsschutz besser als Nichts.
Außerdem entstand unter den Kiefern neuer Boden, auf dem jetzt auch anspruchsvollere Bäume wachsen können.
Insofern hat uns dieser Kraftakt der Forstwirtschaft schon viel gebracht.
Da sich inzwischen zeigte, daß das große Geschäft mit dem Stangenwald nicht zu machen ist
und die Wichtigkeit naturnaher Wälder zunehmend auffällt,
werden neuerdings wieder mehr Laubbäume gepflanzt.
Es wird sich zeigen, wie Brandenburgs Wälder in einhundert Jahren aussehen.
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