Die Federlibelle verdankt ihren Namen den typisch gefiederten Beinen.
In Brandenburg kommt nur die blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes) vor. Sie ist sehr häufig und leicht zu beobachten.
Das ist auch wieder so ein schöner verwirrender Name. Denn die Fotos zeigen deutlich, daß die Tiere keineswegs immer blau sind.
Federlibellen sind typische Kleinlibellen, sie fliegen eher langsam, die Flügel werden im Sitzen angeklappt,
und die Augen stehen weit auseinander.
Der Kopf erinnert dadurch von oben gesehen an einen Hammerhai.
Bei Paarung und Eiablage lassen sich die Federlibellen mehr Zeit als viele andere Arten.
So bestehen beste Beobachtungsmöglichkeiten für das libellentypische Paarungsverhalten.
Nach kurzem Libellentanz wird das Weibchen hinter dem Kopf gepackt.
Die Weibchen besitzen spezielle Sinnenesorgane um das passende Männchen zu erkennen.
Koppelt ein artfremdes Mänchen an, wird der Paarungsreflex nicht ausgelöst.
Da sich die Geschlechtsorgane bei Männchen und Weibchen hinten befinden,
ist durch das Abschleppen der Paarungsvorgang blockiert.
Das Männchen kann jedoch seinen Hinterleib anziehen und den Samen weiter vorne zwischenlagern.
Beim Paarungsrad holt sich das Weibchen nun den zwischengelagerten Samen von dort ab.
Auch die Eiablage erfolgt gemeinsam. So wird das Weibchen für andere Männchen unerreichbar.
Bei wenig Konkurenz sind ab und an auch einzelne eierlegende Weibchen zu sehen.
Am Ende des Hinterleibs trägt das Weibchen einen Legebohrer, mit dem die Eier in Wasserpflanzen gebohrt werden.
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