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Selbst in einem Klarwassersee wie dem Stechlin entwickelt sich jeden Sommer eine beachtliche Menge an Algen und Pflanzen.
Es sollen mehr als 20.000 Tonnen Biomasse sein, die jährlich im Stechlinsee durch Photosynthese gebildet werden.
Davon lebt die reiche Tierwelt des Sees.
Im Stechlinsee sind die Fischarten Hecht, Barsch, Schleie, Bleie, Rotfeder und Aal anzutreffen.
Die geografische Beschaffenheit des Stechlinsee und sein Sauerstoffreichtum bis in große Tiefen bieten ideale Lebensbedingungen für die kleine Maräne.
Dieser schmackhafte, lachsartige Fisch schwimmt in Schwarmformation im Freiwasser und ernährt sich vom Zooplankton.
Eine besondere Rarität im Stechlinsee sind die bis zu 20 Kg schweren Graskarpfen.
Die Karpfen wurden vor ungefähr 25 Jahren gezielt ausgesetzt.
Eigentlich wird den Karpfen etwas plumpes und träges nachgesagt.
Aber diese Graskarpfen haben eine lebenserhaltende Schläue entwickelt.
Wenn der Fischer das Netz enger zieht, schwimmen die Karpfen taxierend im immer kleiner werdenden Netzumfang.
Plötzlich holen sie kraftvoll Schwung und springen mit einem gewaltigen Satz über die Netzkante.
Nur selten gelingt es dem Fischer, diese gewaltigen Trophäen mit nach Hause zu bringen.
Bei der Existenz solcher kapitaler Burschen bleibt die Frage offen:
"Wer ist der Herr des Stechlinsee?"
Der schon lange nicht mehr in die Menzerheide krähende Hahn aus Fontanes Stechlinbuch oder die schwergewichtigen Karpfen.
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