|
Charakteristisch für die ehemaligen Truppenübungsplätze sind die durch die intensive militärische Nutzung entstandenen Offenflächen,
hier konnten sich große Heideflächen, Silbergraßfluren, und Offensandflächen entwickeln.
Nach der Aufgabe der militärischen Nutzung unterliegen diese Flächen jedoch einem enormen Wandel.
Ohne den Einfluss des Menschen konnten Sukzessionsprozesse in Gang kommen, die diese Flächen nachhaltig verändern werden.
Auf früher durch Panzer und andere Fahrzeuge offen gehaltenen Flächen entsteht zunehmend Baumbewuchs
und durch Privatisierung bestehen neue Nutzungsinteressen auf diesen Flächen.
Blauflüglige Sandschrecke (Sphingonotus caerlans)
Wald-Sandlaufkäfer (Cicindela sylvatica)
Rundblättriger Sonnentau mit Azurjungfer
auch Seen und Moore sind auf den ehemaligen Schießplätzen zu finden
Rundblättriger Sonnentau mit Azurjungfer
In den Pufferzonen der großen Militärflächen konnten sich ohne Eingriffe des Menschen naturnahe Wälder entwickeln
Zum Schutze der wertvollen ehemaligen Militärflächen wurden inzwischen durch das Land Brandenburg mehr als 20 Naturschutzgebiete ausgewiesen.
Hinzu kommen verschiedene Naturschutzprojekte, so wurden insgesamt 10.800 ha an die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg übertragen und
in der Döberitzer Heide bei Potsdam entwickelte die Heinz-Sielmann-Stiftung ein Konzept der Offenhaltung mit Wildtieren.
Links:
Stiftung Naturlandschaften Brandenburg www.stiftung-nlb.de
Heinz-Sielmann-Stiftung www.sielmann-stiftung.de
Förderverein Nationalpark Lieberoser Heide www.lieberoser-heide.de
Literatur: Horst Beutler (2000) Landschaft in neuer Bestimmung
|